Dienstag, 26. März 2013

Eine angekotzte Bloggerin

Meine Familie, die sich ständig sinnlos streitet, kotzt mich an. 
Meine Familie, die nicht versteht, wie sehr mich das stört, kotzt mich an.
Mein Vater, der nie zuhört, kotzt mich an.
Mein Vater, der sich über alles lustig macht, kotzt mich an.
Mein Vater, bei dem man nicht das kleinste bisschen kritisieren darf, kotzt mich an.
Mein Vater, der sich grundsätzlich ungerecht behandelt fühlt und sich bei meiner Mutter ausheult, kotzt mich an.
Meine Mutter, die davon genervt ist und seit Jahren trotzdem nichts sagt, kotzt mich an.
Meine Mutter, die meinen Vater in Schutz nimmt, wenn er sich wie ein Arschloch benimmt, kotzt mich an.
Meine Mutter, mit der man kaum ernsthaft reden kann, weil sie Probleme ins Lächerliche zieht, kotzt mich an.
Meine Schwester, die nicht versteht, was sie nichts angeht, kotzt mich an.
Meine Schwester, die ohne Klopfen in mein Zimmer stampft, kotzt mich an.
Meine Schwester, die, wenn sie doch anklopft, keine Antwort als eine Einladung einfach reinzukommen versteht, kotzt mich an.
Meine Schwester, die ständig Witze über mich macht, kotzt mich an.
Meine Schwester, die denkt, "ist ja alles nicht so gemeint", macht alles besser, kotzt mich an.
Meine Schwester, die ständig erzählt, wie schlecht es ihr doch geht und nichts ändert, kotzt mich an.
Meine Schwester, für die meine Probleme völlig übertrieben oder frei erfunden sind, kotzt mich an.
Meine (ehemalige) "beste Freundin", die sich ekelhaft verändert hat, kotzt mich an.
Meine (ehemalige) "beste Freundin", die wieder auf nett macht, zufällig nach einem Streit mit ihrer "neuen" besten Freundin, kotzt mich an.
Meine widerspenstigen Haare kotzen mich an.
Meine ekelhafte Haut kotzt mich an.
Mein Bauch kotzt mich an.
Mein Arsch kotzt mich an.
Meine Beine kotzen mich an.
Meine Hüften kotzen mich an.
Meine Brüste kotzen mich an.
Mein Gesicht kotzt mich an.
Es kotzt mich an, dass ich keine schönen Texte formulieren kann.
Es kotzt mich an, dass ich für diesen Eintrag etwa zwei Stunden gebraucht habe.
Es kotzt mich an, dass ich Angst habe, wenn das Telefon klingelt.
Es kotzt mich an, dass das niemand versteht.
Es kotzt mich an, dass ich es nicht geschafft habe, meine Therapieziele aufzuschreiben.

Ich bin ekelhaft

Mittwoch, 20. März 2013

Ich hab mich die ganze Zeit irgendwie darauf gefreut, die Therapie bei Frau E. anzufangen, aber jetzt, wo ich morgen dahin soll, habe ich Angst.

Ich weiß nicht, was mich erwartet, weil ich irgendwie gelogen habe. Sie hatte mich in den fünf Stunden im November mehrmals gefragt, ob ich Suizidgedanken habe, und ich habe immer schön mit nein geantwortet. Hat sie sich dann wohl drauf verlassen. Und ich habe dann erst in dem Fragebogen, den ich in der letzten Stunde abgegeben habe, über den wir also nicht mehr sprechen konnten, aufgeschrieben, wie es wirklich ist. Was soll ich denn jetzt morgen sagen...? ._.

Montag, 18. März 2013

Hey, kennst du das Gefühl, wenn dein Lieblingsbandmember deine Lieblingsband verlässt? Ich nämlich schon. 

Dienstag, 12. März 2013

Gespräch im Zug

Vorhin gehört.

- "Gestern hab ich den ganzen Tag gar nichts gegessen, nur abends hatte ich so Hunger, dass ich ein paar Chips gegessen habe. Aber dann habe ich gekotzt, also hatte ich die Chips wieder draußen."
- "Haha, cool"
- "Ja, heute esse ich vielleicht wieder was, aber nur Früchte."

Dann habe ich Musik gehört. Das ist irgendwie nichts, was ich morgens im Zug hören will. Oder überhaupt irgendwann. Ich weiß nicht, was mich am meisten aufregt. Der Tonfall, ihre Art, wie sie es erzählt hat? "Ach, ich faste und übergebe mich, wenn ich esse, ist ja nichts dabei, hihi". Oder dass ihre Freundin es offensichtlich gut findet? Oder vielleicht einfach, dass sie so offen darüber spricht, was ich nie konnte.